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 1607

Aus Bürgerwehr wurde Schützengilde

In Zusammenhang mit der Bürgerwehr, die für die Verteidigung der Stadtbefestigung zuständig war, hat sich eine Schützengilde mit neuen Aufgaben gebildet. Da infolge der veränderten Kriegführung der ursprüngliche Zweck entschwand, behielt man die Vereinigung als "friedliche und brüderliche Beysammenkünfte" bei.

1607 erhielt die Neheimer Schützengesellschaft, welcher auch die noch ansässigen Burgmannen sowie auch andere Adelsangehörige der Umgegend, so Wilhelm v. Höllinghofen, des Kurfürsten Sohn, angehörten, kirchliche Bruderschaftsrechte.

Orden von 1607Die brüderliche Liebe erforderte, "daß der Eine dem Andern nicht nur im Leben, sondern auch nach dem Tod beyspringe". Daher waren alle Mitglieder zur Teilnahme am Leichenbegängnis und Totenamt eines Bruders oder einer Schwester verpflichtet.

Alljährlich wurde das "Gelag" gehalten; nur in Kriegs- und Notzeiten stand man davon ab. Bis zum Bau der Schützenhalle (1884) braute die Bruderschaft das Bier selbst; dies besorgten, jährlich abwechselnd, die beiden Scheffen.

Während der Festtage trug der beste Schütze, der König, das "Kleinod", d.h. die Kette mit den Königsgedenkmünzen.

Bei allen Gelegenheiten wurde auf ehrbares und sittliches Verhalten geachtet.

Die Articuli morales von 1607 galten der Bruderschaft als Richtschnur. Nach den Statuten konnten nur Hausbesitzer und, dem Charakter als kirchlicher Bruderschaft entsprechend, nur Katholiken dem Schützenbunde angehören. Auch Mädchen waren nicht zugelassen, sondern nur verheiratete Frauen.


LINKS zum Thema:
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