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 01.04.2008

Antje Tetzlaff - Mal die Kontakte spielen lassen

Antje Tetzlaff WP-Bild Der Jazzclub Arnsberg organisiert seit 16 Jahren Jazz-Veranstaltungen in der Stadt. Auch in diesem Jahr ist es der Vorsitzenden Antje Tetzlaff wieder gelungen, ein hochkarätiges Programm auf die Beine zu stellen.

Seit 1991 ist die 54-jährige Lehrerin des Franz-Stock-Gymnasiums bereits für das Musikmanagement zuständig.

WP: Wie kommen Sie an Hochkaräter wie Frank Muschalle und Engelbert Wrobel?

Tetzlaff: Da spielen drei Faktoren eine Rolle: Beziehungen beispielsweise. Ich fahre gezielt zu Konzerten und nehme dann Kontakt zu den Bands auf. Dann sind im "Jazz Wegweiser Deutschland" alle Jazzclubs aufgezeichnet. Die Bands suchen sich daraus gezielt Orte aus und bewerben sich dort, so auch bei uns. Und natürlich auch durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Es existiert auch im Jazzbereich eine gewisse Szene, da ergeben sich die Kontakte dann einfach.

WP: Wie kann sich der Jazzclub diese Auftritte leisten?

Tetzlaff: Einerseits durch die Beiträge der 120 Mitglieder, die wiederum beim Eintritt zu den Konzerten Ermäßigung erhalten. Andererseits haben wir gelegentlich auch Sponsoren und natürlich durch die Eintrittspreise an sich. Außerdem unterstützt uns die Stadt Arnsberg, sie stellt uns den Veranstaltungsort Kulturschmiede zur Verfügung.

WP: Was macht den Jazzclub aus?

Tetzlaff: Wir holen Bands und Sänger nach Arnsberg, für die Jazzinteressierte normalerweise sehr weit reisen müssen. Außerdem trifft man bei uns Gleichgesinnte. Dadurch, dass die Veranstaltungen nur einmal im Monat sind, werden sie auch besser besucht. Von Interesse ist auch immer die Veranstaltung "Möhneseeshuffle", in diesem Jahr am 23. August.

WP: Wie ist so die Resonanz in der Bevölkerung?

Tetzlaff: Die Resonanz ist ganz unterschiedlich: Mal ist ein Konzert ausverkauft, mal sind nur wenige Besucher anwesend. Wir versuchen deshalb schon, die Konzerte so zu legen, dass wie keine Konkurrenzveranstaltung haben. Außerdem haben wir in unserem Programm keine schwer zu vermittelnden Stile wie den Free-Jazz, sondern eher eingängige Jazzrichtungen wie den Swing.

WP: Was nimmt sich der Jazzclub für die Zukunft vor?

Tetzlaff: Wir möchten gute Jazzmusik nach Arnsberg bringen und einem breiten Publikum bekannt machen.

Mit Antje Tetzlaff sprach Kerstin Wegener.

Quelle: WP-online, 01.04.2008


LINKS zum Thema:
http://www.jazzclub-arnsberg.de

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